Maarten Alexander Brems schließt Promotion ab
Eduard Visintini schließt Promotion ab
Philip Lambrix veröffentlicht seine Dissertation
02.02.2026 Organisationssitzung
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Wissenschaftlicher Austausch und Förderung auf höchstem Niveau
Das Gutenberg Academy Fellows Program (GAFP, ehem. Gutenberg Akademie (GA)) ist eine 2006 gegründete Einrichtung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und bietet bis zu 25 herausragenden Doktorandinnen und Doktoranden sowie Künstlerinnen und Künstlern (Junior Fellows) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen intensiven und regelmäßigen Austausch mit herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Künstlerinnen und Künstlern (Senior Fellows und Associate Fellows). Durch finanzielle Förderung sowie ein spezifisches Patenschafts- und Mentoring-Modell werden die Junior Fellows auf ihrem beruflichen Weg in die Wissenschaft und in die Kunst unterstützt. Dabei stehen der interdisziplinäre Austausch, die individuelle Förderung sowie Networking an zentraler Stelle.
Networking
Das GAFP fördert nicht nur den interdisziplinären Austausch zwischen exzellenten Nachwuchstalenten (Junior Fellows) und etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität (Senior Fellows und Associate Fellows), sondern stellt auch den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern der JGU (Alumni und Alumnae des GAFP) und mit Personen sowie Karrierenetzwerken fernab der Universität her.
Interdisziplinärer Austausch
Das GAFP bietet ein interdisziplinäres Forum, in dem der überfachliche wissenschaftliche Austausch regelmäßig gepflegt wird. Sein einzigartiger Status ergibt sich aus diesem übergreifenden Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Generationen, die unabhängig von externen Rahmenbedingungen vom fächerübergreifenden Austausch zum multiperspektivischen Blick auf die Arbeit innerhalb eines Fachgebiets bis zu einer Neueinordnung und Neukontextualisierung von Fachwissen voneinander profitieren. Es wird sowohl Senior Fellows und Associate Fellows als auch Junior Fellows die Möglichkeit geboten, sich mit hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der unterschiedlichen Fachdisziplinen innerhalb der Universität über ihre speziellen Forschungsthemen und allgemeine Wissenschaftsdiskurse auseinander zu setzen. Das GAFP schafft innerhalb der Universität Räume der Vernetzung jenseits des Forschungsbetriebs über ganze Fachbereichsgrenzen hinweg und begünstigt damit eine Identifikation mit der Universität als Ganzem.
Neugierig auf unser Netzwerk exzellenter Wissenschaftler:innen? Wer sie sind, womit sie sich beschäftigen und wie Sie sie erreichen können? Hier erfahren Sie mehr:
In geschlossenen Gruppen auf Facebook und LinkedIn vernetzen sich die aktiven und ehemaligen Junior -, Senior – sowie Assoziierten Fellows.

Schon gewusst? Das GAFP hat auch einen eigenen Youtube-Kanal auf dem die Junior Fellows sich und ihre Forschung in kurzen Videos vorstellen.
Den Junior Fellows steht im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in dem Gutenberg Academy Fellows Program (GAFP) eine finanzielle Förderung max. in Höhe von 2000,00 Euro bei max. 2 Jahre Mitgliedschaft zu. Diese kann jährlich bis zu einer Höhe von 1000,00 Euro in Anspruch genommen werden.
Für folgende Leistungen können Anträge gestellt werden:
1. für Reisen zur Teilnahme an Fachkongressen, Forschungswerkstätten etc., die einen Zusammenhang mit dienstlichen Tätigkeiten aufweisen (ausgenommen Tagegeld)
2. für Reisen, die im Rahmen der GAFP entstehen, z.B. zu Besprechungen zu externen Mentorinnen bzw. Mentoren (ausgenommen Tagegeld)
3. Kosten zur Unterstützung des Dissertationsvorhabens
…im Anschluss der Mitgliedschaft
Bei erfolgreicher Promotion kann den Junior Fellows für die Publikation ihrer Dissertation im Anschluss an ihre Mitgliedschaft ein Zuschuss zu den entstehenden Druckkosten gewährt werden. Diese Gelder sind unabhängig von der o.g. finanziellen Fördermöglichkeit, betragen jedoch max. 3000,00 Euro.
Neben der finanziellen Unterstützung der Dissertationsvorhaben, die Freiräume für die Arbeit und persönliche Entwicklung schafft, ermöglicht das GAFP eine Neuordnung und Neukontextualisierung von Expertenwissen. Hierfür steht den Junior Fellows ein exklusives Patenschafts- und Mentoring-Modell zur Verfügung.
Die Patenschaft bietet die Möglichkeit eines intensiven, universitätsinternen Austauschs, der über die eigene Fachgebietsgrenze hinaus geht. Junior Fellows können für den Zeitraum ihrer Mitgliedschaft eine interne Patin bzw. einen internen Paten aus den Reihen der Senior- und Assoziierten Mitglieder des GAFP erwählen, der/die ihnen einen anderen fachlichen Blickwinkel auf ihre Dissertation eröffnen.
Darüber hinaus können die Junior Fellows für den Zeitraum ihrer Mitgliedschaft, basierend auf den eigenen beruflichen Zielen und dem eigenen wissenschaftlichen Interesse, (externe) Mentorinnen bzw. Mentoren als beratende und begleitende Personen wählen, die sie auf ihrem weiteren Werdegang begleiten. Dabei handelt es sich um ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft, die den Blick auf das Dissertationsprojekt, aber auch darüber hinaus erweitern, und zugleich Kontakte sowie Netzwerke für die spätere Karriere bereithalten.
Einmal im Jahr findet zu Beginn des Sommersemesters die Aufnahmeveranstaltung des GAFP statt, bei der neue Mitglieder feierlich durch den (Vize-)Präsidenten und die Sprecher:innen begrüßt und in das GAFP aufgenommen werden. Die ausscheidenden Senior- und Junior Fellows werden würdig verabschiedet.
Im Rahmen der Feier haben neu aufgenommene Mitglieder zum ersten Mal die Gelegenheit sich sowohl mit aktiven als auch ehemaligen Mitgliedern des GAFP auszutauschen. In einem Posterforum stellen zudem die neu aufgenommenen Junior Fellows ihre Dissertationsprojekte vor.
An dem jährlich stattfindenden Netzwerkwochenende stellen die neuen Junior Fellows bei einer zweitägigen, internen Tagung den bereits aktiven Mitgliedern ihre Dissertations- oder Kunstprojekte vor. Der Austausch zwischen Doktorandinnen, Doktoranden, Künstlerinnen und Künstlern sowie (Junior-)Professorinnen und (Junior-)Professoren gibt neue Impulse für die jeweiligen Arbeiten.
Die Netzwerktreffen finden seit 2018 statt und sind eine gute Gelegenheit für alle Mitglieder des GAFP sich in entspannter Atmosphäre zu begegnen. Aktive und ehemalige Mitglieder können sich austauschen und bei einem interessanten Programm – zu einem Konzert, einer Führung oder einem Vortrag, oft fernab des Universitätscampus – mit anschließendem Buffet kennenlernen. Ziel dieser Veranstaltung ist es Beziehungen zu pflegen bzw. aufzubauen und den Zusammenhalt zu stärken. Eine Besonderheit der Netzwerktreffen ist, dass die Mitglieder aus dem universitären Umfeld heraustreten und andere, spannende Einblicke in die Region erhalten.
Gegen Ende eines jeden Jahres findet die Studienfahrt statt, in deren Rahmen die Junior Fellows des GAFP für drei Tage an einen Ort zu Studienzwecken fahren – ein Erlebnis aus Bildung, Kunst und Kultur. Die Junior Fellows wählen das Ziel selbst aus und übernehmen die Organisation des Programms vor Ort. Fern des universitären Lebens wird der wissenschaftliche Austausch und die interne Vernetzung fortgesetzt. Die Reise ging bereits nach Budapest (2009), Istanbul (2010), Riga (2011), Bilbao (2012), Lissabon (2013), Athen (2014), St. Petersburg (2015), Genf (2016), Venedig (2017), Sevilla (2018), Lissabon (2019), Leipzig (2021), Kopenhagen (2022), Wien (2023), Mailand (2024) und Antwerpen (2025).
Round Table sind Abendveranstaltungen mit wissenschaftlichen Vorträgen zu verschiedenen Themen und anschließendem informellen Austausch unter den Mitgliedern des GAFP. Sie finden sporadisch auch in Form einer Exkursion mit Vorträgen vor Ort. So wurden u.a. schon das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz und der Fachbereich 06: Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim besucht.
Kooperationen
Als Förderungseinrichtung für den wissenschaftlichen Nachwuchs sieht sich das GAFP mit den zur Verbesserung von Lehre, Forschung und Nachwuchsförderung gegründeten Kollegs der Johannes Gutenberg-Universität, dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK), dem Gutenberg Kolleg für wissenschaftliche Karrierewege (GKK; ehem. Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) und dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK) eng verbunden. Gleichzeitig sind mehrere Senior Fellows des GAFP auch Mitglieder der Kollegs. Vor diesem Hintergrund findet einmal jährlich eine Kooperationsveranstaltung zwischen GAFP und GFK bzw. GNK bzw. GLK statt. Seit 2021 finden darüber hinaus Round Table in Kooperation mit der GSHS statt.
Dabei geht es um ausgewählte Themenbereiche wissenschaftlicher Arbeit und des universitär-akademischen Betriebs, je nach Kooperationspartner liegt der Schwerpunkt auf Forschung bzw. Lehre. Die Mitglieder des GAFP und der Kollegs sowie eingeladene Vortragende diskutieren also im Rahmen dieser kooperativen Round Table über verschiedene Themenbereiche der Forschung und der wissenschaftlichen Praxis bzw. Aspekte guter Lehre und Vereinbarkeit von Lehre und Forschung.
So bieten die Round Table ein Forum für das Zusammentreffen von aktiven und ehemaligen Mitgliedern und ermöglichen es den Alumni, den Kontakt zum GAFP und seinen Mitgliedern aufrecht zu erhalten bzw. durch Gastvorträge an der Gestaltung der Round Table mitzuwirken.
Bisherige Round Table
Diskussion zum Thema ‚Doing Research Abroad‚ (01.12.2025) in Zusammenarbeit mit der Gutenberg Graduate School of the Humanities and Social Sciences (GSHS)
Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Forschungsaufenthalt im Ausland? Wie baue ich ein internationales Netzwerk auf? Inwieweit fungiert das Thema Internationalität in der Forschung als Karrieremotor? Wie kann ich einen internationalen Forschungsaufenthalt konkret durchführen? Und International forschen – In welcher Form ist das überhaupt zu welchem genauen Zweck möglich?
Zu diesen und weitere Fragen gaben Maarten A. Brems, ehemaliger Junior Fellow des GAFP, Dafina Gashi, Mitglied der GSHS, Univ.-Prof. Dr. Nico Nassenstein, Professor für Afrikanistik (JGU) und ehemaliger Associate Fellow des GAFP, sowie Univ.-Prof. Dr. Virginia Gail Toy, Professorin für Strukturgeologie und Tektonik (JGU), im Rahmen des kooperativen Round Tables Antworten und Tipps. Hierbei stellten sie ihre persönlichen Karrierewege vor und legten Gründe und Überlegungen für ihr Handeln dar. Die Moderatorinnen des Abends, Marie Schlosser und Isabell Zipperle (beide Junior Fellows des GAFP, leiteten im Anschluss auf die persönlichen Einschätzungen der Referent:innen einen in zwei Kleingruppen geführten Austausch ein, bevor am Ende der Veranstaltung die wichtigsten Erkenntnisse im Plenum für alle zusammengefasst wurden. Die Sprecherin des GAFP, Frau Univ.-Prof. Dr. Acquavella-Rauch und die Direktorin der GSHS, Frau Univ.-Prof. Dr. Schneider, bedankten sich bei allen Teilnehmer:innen und beendeten die Veranstaltung mit einem griffigen Fazit der Erkenntnisse des Round Tables. Die Veranstaltung fand in englischer Sprache statt.
Austausch zum Thema ‚How can one take action against the abuse of power in science?‘ (26.05.2025)
Die Veranstaltung startete mit den ersten Minuten der Dokumentation „How Germany’s elite research institution fails young scientists“ der Deutschen Welle (DW). Der Ausschnitt zeigte klar die Brisanz und Aktualität und des Themas des Round Tables auf. Die zentrale Frage des Abends, „How can one take action against the abuse of power“, wurde durch die geladenen Sprecher:innen eingeordnet. Univ.-Prof. Dr. Alfred Hornung berichtete von seinen Erfahrungen als Ombudsperson der JGU, stellte Vertrauens- und Anlaufstellen vor und erläuterte die Unterschiede zwischen der Bekämpfung von Machtmissbrauch in Forschungseinrichtungen und der freien Wirtschaft. Tina Rotzal, Leiterin der Kompetenzstelle für wissenschaftliche Integrität an der JGU, sprach über ihre Erfahrungen als Vertrauensperson und stellt verschiedene Präventions- und Unterstützungsangebote vor. Katharina Kleinlein (h&z Management Consulting) hingegen bettete das Thema Machtmissbrauch in einen gesamtdeutschen Kontext ein und beschrieb sowohl strukturelle Hindernisse als auch Möglichkeiten der effektiven Prävention.
Der rege Austausch zwischen Referent:innen und Teilnehmenden in Anschluss an die Vorträge befasste sich mit unterschiedlichen Fragen: Sind Professor:innen sich ihrer Machtposition bewusst? Wie effektiv sind „Mandatory Leadership Trainings“ und wie regelmäßig sollten sie stattfinden? Inwiefern spielt der Survivor Bias eine Rolle? Warum wird in Fällen des Machtmissbrauchs nicht die Polizei eingeschaltet? Sowohl die Teilnehmer:innen als auch die Vortragenden brachten wichtige Punkte ein, u.a. ging es um die Einbindung von Promovierenden in die strategische Präventivarbeit, die Notwendigkeit der Übersetzung von Informationstexten und -dokumenten für Nicht-Muttersprachler und um die Einhaltung der Betreuungsvereinbarung. Und obwohl der Austausch in Teilen entmutigend wirkte, da die nötigen Änderungen, um Machtmissbrauch in der Wissenschaft verhindern zu können, noch in weiter Zukunft liegen, war er zu gleichen Teilen auch hoffnungsvoll: Nur, wenn Aufmerksamkeit auf das Thema gelegt, immer wieder darüber gesprochen wird und alle Beteiligten weiter sensibilisiert werden, kann ein Umfeld geschaffen werden, in dem Betroffene eine Stimme erhalten. So lassen sich mit der Zeit die starren Strukturen ändern, die heute einer effektiven Prävention im Wege stehen. Die Veranstaltung fand in englischer Sprache statt. Sie finden die Präsentation des Abends (inklusive der Folien der Referent:innen) unter: https://gafp.uni-mainz.de/wp-content/uploads/sites/110/2025/06/alles-umfassende-PPP.pdf. Informationen der Personalentwicklung zum Thema „Jahresgespräch“ finden Sie unter: https://www.personalentwicklung.uni-mainz.de/jahresgespraeche/materialien/.
Austausch zum Thema „Wissenschaft – Attraktiver Karriereweg?“ (25.11.2024) in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK)
Wie genau geht der persönliche Karriereweg nach der Promotion weiter? Verbleibt man in Forschung und Lehre im Universitätskontext, schließt sich vielleicht sogar eine Habilitation an? Oder führt der Weg doch aus dem universitären Leben heraus in die freie Wirtschaft? Und was sollte bei solchen Entscheidungen beachtet werden? Was ist jeder Person selbst wichtig? Welche persönlichen Werte und Einstellungen beeinflussen die zukünftige Karriereplanung? Gibt es tatsächlich so etwas wie Glück und Pech bei der weiteren Berufsplanung? Wie können Rückschläge bewältigt werden?
Zu diesen und weitere Fragen gaben Dr. Judith Hankes, Partnerin bei aestimamus, Prof. Dr. Ashok Kaul, Senior Partner bei Roland Berger und Professor für Applied Artificial Intelligence, Univ.-Prof. Dr. Andreas Keller, Professor für Klinische Bioinformatik, Univ.-Prof. Dr. Katja Schupp, Professorin für Journalismus, und Prof. Dr. Andrea Tüttenberg, CEO/CMO ActiTrexx GmbH und (freigestellte) Oberärztin Hautklinik, im Rahmen des kooperativen Round Tables Antworten und Tipps. Hierbei stellten sie ihre persönlichen Karrierewege vor und legten Gründe und Überlegungen für ihr Handeln dar. Im Anschluss an die jeweils 5 bis 10 minütigen Kurzvorträge hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, in ungezwungenen persönlichen Austausch mit den Referent:innen zu treten. Am Ende der Veranstaltung wurden die wichtigsten Erkenntnisse im Plenum für alle zusammengefasst. Die Veranstaltung fand in deutscher Sprache statt.
Diskussion zum Thema „Show Me The Money – Wie beantrage ich ein Drittmittelprojekt?“ (08.07.2024) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Eine Finanzierung für Forschungsprojekte zu erhalten ist nicht immer leicht. Selbst erfahrene Wissenschaftler:innen scheitern daran. Neben der Art und Weise, wie die Notwendigkeit einer Forschung plausibel und überzeugend dargelegt werden kann, stellen sich weitere grundlegende Fragen: Wie gehe ich vor, wenn ich eine Forschungsidee habe und diese in einem Projekt umsetzen will? Was und wer hat mir bei früheren Anträgen geholfen? Gibt es hierfür besondere Stellen/Personen an der JGU? Worauf sollte ich achten? Was war schwierig bzw. sollte ich vermeiden? Wie gehe ich vor, wenn ich eine Forschungskooperation plane und Partner:innen dafür gewinnen muss?
Zu diesen und weitere Fragen gaben Julia Doré, EU-Referentin und Leitung des Referats Forschungsförderung an der JGU, und Prof. Dr. Marion Silies, Professorin für Neurobiologie, im Rahmen des kooperativen Round Tables Antworten und Tipps. In der Diskussion wurde der Wunsch vor allem jüngerer Forschender nach verstärktem Austausch untereinander und mit erfahreneren Kolleginnen und Kollegen deutlich, aber auch zwischen den sehr unterschiedlichen Fachkulturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Natur- und Lebenswissenschaften. Es wurden Informationsveranstaltungen und Workshops zur Planung und zum Schreiben von Anträgen vorgeschlagen. Die Veranstaltung fand bilingual statt.
Diskussion zum Thema „The Dual Face of AI: Illuminating Opportunities and Challenges in Academia and Work“ (06.05.2024)
Künstliche Intelligenz (KI) ist heutzutage in vielen Schlagzeilen zu finden. Die Auswirkungen der zunehmenden Integration von KI in die Arbeitswelt werden jedoch selten berücksichtigt. Vor allem kleinere, ergänzende Aufgaben werden zunehmend durch KI-gestützte Programme ersetzt. Es eröffnen sich aber auch neue Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten, zum Beispiel zur finanziellen Absicherung während der Qualifizierungsphasen. In einer Diskussionsrunde wurden diese positiven und negativen Aspekte der Integration von KI in den Arbeitsalltag und die Beschäftigungsmöglichkeiten in und außerhalb der Wissenschaft beleuchtet.
An dieser Veranstaltung nahmen sowohl Senior- als auch Junior Fellows des Gutenberg Academy Fellows Program teil. Es gab auch Keynote Beiträge: Die erste Keynote von Dr. Andrea Klein beleuchtete den möglichen Einfluss von KI auf die Wissenschaft, der sowohl die anstehenden Veränderungen in der Forschung als auch in der Lehre umfasst. Der zweite Vortrag von Janis Ebert zeigte zwei Seiten der Künstlichen Intelligenz auf, den Nutzen in der Pathologie und insbesondere in der Krebsforschung, aber auch die gesellschaftlichen Herausforderungen im Kontext der modernen täglichen Nutzung von „sozialen“ Medien und den empfohlenen Algorithmen.
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, verschiedene Aspekte dieser Themen zu diskutieren und den Experten in der Plenarsitzung Fragen zu stellen. Die Veranstaltung fand in englischer Sprache statt.
Diskussion zum Thema „Wissenschaftsfreiheit in Deutschland“ (03.07.2023) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Am 3. Juli 2023 fand ein kooperativ mit dem GFK organisierter Round Table zum Thema der „Wissenschaftsfreiheit in Deutschland“ statt. Der erste Gastsprecher, Prof. Dr. Richard Traunmüller ist Professor für Empirische Demokratieforschung an der Universität Mannheim. In seinem Beitrag behandelte er die Frage, ob das geflügelte Wort ‚cancel culture‘ die Wissenschaftfreiheit in Deutschland bedroht. Er etablierte in seinem Beitrag, dass beide populären Positionen zum polarisierenden Thema ‚cancel culture‘ nicht ausreichend durch empirische Beweise gestützt sind. Der zweite Gastsprecher, Prof. Dr. Klement Tockner, ist Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und darüber hinaus Professor für Ökosystemwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sein Beitrag drehte sich um die statistischen, zu Grunde liegenden Daten um das Thema Wissenschaftsfreiheit in Deutschland, besonders im Vergleich mit dem Rest der Welt. Er legte zum Beispiel auch die Verteilung der finanziellen Unterstützung der Wissenschaft durch verschiedene Instanzen und Institutionen dar. Nach den beiden Expertenbeiträgen entwickelte sich unter Mitgliedern des GFK und des GAFP eine anregende Diskussionsrunde zu Inhalten der beiden Vorträge und dem übergreifenden Thema der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland.
Diskussion zum Thema „Activism in Academia“ (24.05.2023)
In Zeiten sowohl neuer als auch altbekannter Krisen, wie zum Beispiel der Klimakrise, ist nicht nur die Breite Masse der Bevölkerung gefragt, sich aktiv für Wandel einzusetzen. Auch Wissenschaftler:innen müssen sich immer wieder die Frage stellen, ob und wie man zu verschiedenen Themen Stellung zu nehmen hat. Diese und viele weitere Fragen wurden zusammen mit unseren Gastredner:innen, Prof. Dr. Sebastian Seiffert (Professor für physikalische Chemie von Polymeren an der JGU und Klimaaktivist bei Scientists for Future) und Nathália Antonucci Fonseca (Sozialanthropologin und Gründerin von LGBT+Movimento, Erforschung von Affekten und Lenkung bei/von venezuelanischen LGBTTQIA+ Migrant:innen und Geflüchteten in Rio de Janeiro, Phd Studentin bei UERJ & JGU Mainz) diskutiert. Seiffert zeigte anhand seines Werdegangs, wie schnell oftmals der Verbreitung von wissenschaftlichen Fakten politische Absichten unterstellt werden. Fest steht für ihn auch, dass jeder in gewisser Hinsicht Aktivist:in ist, auch wenn man es nicht zu sein meint. Dass der Status als Aktivist:in aus der/dem Wissenschaftler:in nicht wegzudenken ist wird noch deutlicher anhand Fonsecas Beitrag zum Round Table. Als Teil der LGBT+ Community hat man zu keinem Zeitpunkt die Wahl zum Aktivismus, weil das Thema untrennbar mit der eigenen Person verbunden ist. Gemeinsam wurde im Laufe des Round Tables etabliert, dass der Anspruch totaler Neutralität an Wissenschaftler:innen unrealistisch ist.
Diskussion zum Thema „Between privilege and precarity: the many facets of doing a PhD in Germany“ (27.03.2023) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Graduate School of the Humanities and Social Sciences (GSHS)
Am 27. März 2023 fand ein kooperativ mit dem GSHS organisierter Round Table zum Thema „Between privilege and precarity: the many facets of doing a PhD in Germany“ statt. Die erste Gastrednerin Dr. Sarah Widany, Projektleiterin der National Academics Panel Study (NACAPS) am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, stellte die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Formen der Prekarität und Diversität im Zeitraum der Promotion sowie deren Auswirkung auf zukünftige akademische Karrieren vor. Die zweite Gastrednerin PD Dr. Kristin Eichhorn, stellvertretende Abteilungsleiterin Neuerer Deutscher Literatur beim Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart und Mitinitiatorin der Twitter-Kampagne #ichbinhanna sowie Co-Autorin des gleich betitelten Buches, erkundete Reformvorschläge und Schlussfolgerungen, die sich nach über einem Jahr aus der #ichbinhanna-Kampagne bezüglich der Situation von Doktorand:innen in Deutschland für die WissZeitVG ergeben haben. Nach diesen beiden Beiträgen entwickelte sich unter Mitgliedern des GAFP, der GSHS und den Gästen der Partnerhochschulen aus Frankfurt am Main und Darmstadt eine anregende Diskussionsrunde, vor allem über den Zustand des Promotionsprozesses in Deutschland.
Diskussion zum Thema „Rollen von WissenschaftlerInnen in der politischen Entscheidungsfindung“ (14.12.2022) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK)
Zum Abschluss des Jahres fand der jährliche „Weihnachts-Round Table“ in Kooperation mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) erneut als Online-Format statt. Diskutiert wurde die Frage, wie sich (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen in der Politikberatung engagieren können. Hierfür konnten drei Redner gewonnen werden, die mit ihren Impulsvorträgen unterschiedliche theoretische und praktische Einblicke gaben. Herr Tome Sandevski (Leiter des Mercator Science-Policy Fellowship-Programm an der Goethe Universität Frankfurt a.M.) gab einen praktisch orientierten Überblick zu Instrumenten der Politikberatung. Ein Fokus lag darauf, was WissenschaftlerInnen tun können, um ihre Expertise möglichst effektiv in den Politikbetrieb einzubringen. Anschließend berichtete Herr Professor Norbert W. Paul (Leiter des Institutes für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der JGU) von seinen Erfahrungen in der Beratung auf Anfrage aus der Politik, z.B. im Zusammenhang mit dem Transplantationsgesetz oder der Priorisierung der Corona-Impfungen. Er betonte die Wichtigkeit, bei der Beratung zwischen der Rolle eines Wissenschaftlers, der eine wissenschaftlich fundierte Analyse und darauf aufbauende Empfehlungen liefert und der eigenen Person zu unterscheiden (sowie seine wissenschaftliche Unabhängigkeit zu bewahren). Er engagiere sich in der Politikberatung als globaler Bürger, der die Möglichkeit und daher die Verantwortung habe, einen Unterschied zu machen. Diese Sichtweise vertrat auch der dritte Referent, Herr Roland Bednarz (Co-Koordinator der Gruppe Scientists4Future an der JGU). In seinem abschließenden Impulsvortrag ging er darauf ein, wie WissenschaftlerInnen Themen und Aspekte rund um die Klimakrise in der Öffentlichkeit verständlich kommunizieren und Diskussionen anregen können. Er lud die Teilnehmenden aller fachlichen Disziplinen dazu ein, sich bei Scientists4Future zu beteiligen. Nach den Impulsvorträgen tauschten sich die Teilnehmenden in vier Gruppen über ihre persönliche Position aus und diskutierten die „moralische Verpflichtung“ zur sowie die Herausforderungen und Möglichkeiten der Politikberatung, aber auch des Austausches mit der interessierten Öffentlichkeit überhaupt. Im Plenum wurden schließlich mögliche Ansätze für Fortbildungsangebote für (Nachwuchs)-WissenschaftlerInnen diskutiert, darunter Leitlinien für gute wissenschaftliche Praxis in der Politikberatung, Ethik- und Rhetorikkurse sowie Angebote, um Medienkompetenzen und Wissenschaftskommunikation zu schulen.
Diskussion zum Thema „Science and Entrepreneurship“ (20.06.2022) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Das Thema alternative Karrieremöglichkeiten in der Wissenschaft wird heutzutage häufig diskutiert. Somit gehört die Frage nach der Umsetzung des wissenschaftlichen Forschungsprojekts hin zur Unternehmensgründung zu den Themen, mit denen sich Promovierende und Nachwuchswissenschaftler:innen früher oder später während ihres Forschungsprozesses beschäftigen. Frau Professorin Petra Ahrweiler (Institut für Soziologie, JGU) gab diesbezüglich einen einleitenden Vortrag über externe Faktoren und universitäre Rahmenbedingungen, welche Innovationsmanagement und Unternehmertum fördern bzw. hindern können. Die Rednerinnen Christine Göhring und Alexandra Fischer (Startup Center, JGU) gaben hierbei Einblicke in die universitätsinternen Prozesse und Anlaufstellen, welche Wissenschaftler:innen bei der Unternehmensgründung an der JGU unterstützen. Weitere interessante Impulse wurden von Dr. Rebecca Matthes und Dr. Philip Dreier (Gründer:innen Advylop) gegeben, die ihren Weg von der Dissertation hin zur ausstehenden Unternehmensgründung beschrieben. Unter anderem wurde in den Vorträgen und in der anschließenden Diskussion über die folgenden Aspekte gesprochen: Welche Fähigkeiten benötigen Promovierende und Nachwuchswissenschaftler:innen, um ein Unternehmen zu gründen? Ist Unternehmertum ein Indikator für akademische Exzellenz? Was ist das Startup Center und wie unterstützt es junge Wissenschaftler:innen bei der Unternehmensgründung? Gibt es seitens der JGU weitere Hilfestellungen in diesem Bereich?
Diskussion zum Thema “ The War of Aggression against Ukraine – What Does It Mean for Us as a Scientific Community?“ (25.05.2022)
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, welcher im Februar ausbrach, stellt die Welt vor eine unbekannte Situation und vor weitreichende Konsequenzen. Im Hinblick darauf stellen sich die Fragen: Was können wir, als wissenschaftliche Institution, in dieser Situation tun? Was bedeutet der Krieg für uns als wissenschaftliche Institution? Worin besteht unsere Verantwortung als Wissenschaftler:innen? Diese und weitere Fragen aus dem Plenum wurden von unseren Gastredner:innen diskutiert. Hierbei boten Igor Mitchnik (Gründer und ehemaliger Leiter des zivilgesellschaftlichen Zentrums „Drukarnia“, ehemaliger Fellow des Mercator Program for International Affairs) und Dr. habil. Olena Strelnyk (Soziologin mit den Forschungsschwerpunkten Situation von Frauen aus nationalen Minderheiten, Gastwissenschaftlerin im Rahmen des Programms zur Förderung ukrainischer Wissenschaftler:innen TU München) ukrainespezifische Perspektiven dar, während Dr. Dani Kranz (DAAD-Langzeitgastprofessorin an der Ben-Gurion-Universität Israel) eine internationale Perspektive bot. Zu Beginn des Round Tables gab Igor Mitchnik einen umfassenden Überblick über die historische und politische Entwicklung des Konflikts. Dr. habil. Olena Strelnyk konnte mit ihrer Expertise in den Bereichen Gender Studies, Gleichberechtigung und Menschenrechte, und ihrer persönlichen Erfahrungen als ukrainische Wissenschaftlerin, Auskunft über die Auswirkungen des Krieges auf Frauen geben. Dr. Dani Kranz legte eine internationale Perspektive im Hinblick auf die Asylgesetze und -regelungen dar. Round Table fand Online statt.
Diskussion zum Thema “ Globalization and international networking / opportunities ” (07.02.2022)
Mit der kontinuierlichen Globalisierung ist es für Wissenschaftler:innen immer üblicher geworden, wenigstens einen Teil ihrer Karriere im Ausland zu verbringen. Das stellt junge Wissenschaftler:innen vor unbekannte Herausforderungen und wirft Fragen, insbesondere im Hinblick auf internationale Vernetzung, auf: Wie können wir die Unterschiede zwischen verschiedenen Forschungs- und Wissenschaftskulturen überbrücken? Wie können wir uns als Wissenschaftler:innen auf einem internationalen Markt „verkaufen“? Wie können wir am besten ein internationales Netzwerk für uns aufbauen? Und welche Ressourcen gibt es für internationale Forschende, wenn sie ins Ausland gehen?
Diese und weitere Fragen aus dem Plenum wurden von unseren Gastredner:innen diskutiert. Hierbei boten Frau Dr. Nicole Birkle (EU-Referentin des EU-Offices Abteilung Forschung und Technologietransfer JGU, Mitglied im Sprecherteam der Arbeitsgruppe ROSE: Research on Societies in Europe) und Frau Dr. Nina Straub (Research Manager EU Funding Abteilung Forschung und Technologietransfer JGU, FIT Forthem) universitätsinterne und europaweite Einblicke in das Thema, während Frau Valentina Rabanal (Officer von YESS, Masterstudentin an der Universität Buenos Aires) eine internationale Perspektive darlegten. Professor Peter Gröschler (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Römisches Recht) teilte seine persönlichen Erfahrungen zu internationalen Austauschmöglichkeiten in einem interessanten Impulsvortrag. Der Round Table fand Online statt.
Diskussion zum Thema „Under pressure: Early Career Researchers and Parenting“ (13.12.2021) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK)
Zum Abschluss des Jahres fand wieder unser traditioneller „Weihnachts-Round Table“ in Kooperation mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) statt. Diskutiert wurde die Frage, was die JGU für Nachwuchswissenschaftler:innen mit Kindern tun kann, um diese zu entlasten. Ziel war es, Ideen für die JGU zu sammeln. In zwei Gruppen wurden die Herausforderungen für junge Wissenschaftler:innen mit Kindern diskutiert und Lösungsvorschläge erarbeitet, unter anderem: mehr Sichtbarkeit für das Thema, die Stärkung der familienfreundlichen Kultur an der Universität in Hinblick auf Arbeits- und Betreuungsverhältnisse, Planung von Veranstaltungen und Meetings in Orientierung an den Bedarfen von Eltern sowie die Vernetzung und Förderung des Austauschs von Nachwuchswissenschaftler:innen mit Kindern. Der Round Table fand online, unter Beteiligung des Familien-Servicebüros der JGU statt.
Diskussion zum Thema „Academic Integrity “ (15.11.2021) – in Zusammenarbeit mit der Gutenberg Graduate School of the Humanities and Social Sciences (GSHS)
Im Hinblick auf die Datenfälschungsskandalen der letzten Jahre, welche auch renommierte Forscher:innen und Spitzenpolitiker:innen betrafen, steht die akademische Integrität nach wie vor im Fokus der hochschulpolitischen Diskussion. Zu den zugrundeliegenden Qualitätssicherungsprozessen in Betreuung und Begutachtung gaben Dr. Jeanne Ruffing (Geschäftsführerin der GSHS), Prof. Dr. Cornelis Menke (Direktor des Studium generale) und Prof. Dr. Martin Michel (Arbeitsgruppenleiter der Urogenitalen und Kardiovaskulären Pharmakologie) umfassende allgemeine sowie fachspezifische Auskünfte. Unter anderem wurde in den Vorträgen und in der anschließenden Diskussion über die folgenden Aspekte gesprochen: Welche Unterschiede gibt es in der Wissensproduktion bei den Geistes- und Naturwissenschaften? Inwiefern begünstigen Diskurse um Genialität und Originalität wissenschaftliches Fehlverhalten? Was bedeutet es in meinem Fach, bei meinem Gegenstand und bei den von mir angewandten Methoden überhaupt, „Wissen“ zu schaffen?
>> Präsentation von Dr. Jeanne Ruffing
>> Präsentation von Univ.-Prof. Dr. Martin Michel
>> Präsentation von Univ.-Prof. Dr. Cornelis Menke
Diskussion zum Thema „Balancing family life and an academic career“ (17.05.2021)
Wie vereinbar sind Familie und wissenschaftliche Karriere? Welche Erfahrungen gibt es national und international in dieser Hinsicht? Wie wird die Thematik von lokalen Initiativen, internationalen Geldgebern und der Universität aufgegriffen? Welche Maßnahmen können ergriffen und wie das Thema diskutiert werden, um die Lage für junge Akademiker:innen zu verbessern? Diese und andere Fragen wurden im Rahmen des Round Tables mit den beiden Gastrednerinnen Prof. Dr. Katja Schupp, Professorin für Journalismus an der JGU Mainz, Mit-Gründerin der Initiative „Eltern in der Gutenberg Akademie“ und Danilyn Rutherford, PhD, Anthropologin, Präsidentin der Wenner-Gren Foundation, diskutiert. Dabei wurden landes- und universitätsweite sowie internationale Perspektiven in interessanten Impulsvorträgen beleuchtet. Der Round Table fand Online statt.
Diskussion zum Thema „Research Data Management “ (14.06.2021) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Zur Organisation, Veröffentlichung, Archivierung und Nachnutzung von Forschungsdaten gaben Dr. Johannes Liermann (Department Chemie an der JGU, Co-Sprecher des „NFDI4Chem“-Konsortiums) und Jun.-Prof. Dr. habil. Stefanie Acquavella-Rauch (Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Associate Fellow der Gutenberg Akademie) umfassende allgemeine sowie fachspezifische Auskünfte. Unter anderem wurde in den Vorträgen und in der anschließenden Diskussion über folgende Aspekte gesprochen: Wie speichere und strukturiere ich meine Forschungsdaten? Welche sicherheitstechnischen und juristischen Aspekte sind zu beachten? Welche Softwares kann ich nutzen? Wie kann ich meine Forschungsdaten anderen Wissenschaftler:innen zur Verfügung stellen?
Diskussion zum Thema „Between „Improving” and „Impeding”: The COVID-19-Pandemic and its Impact on Teaching & Supervision, Research, and Career Development“ (14.12.2020)- in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK)
Im Format eines kollegialen Austauschs haben die Teilnehmer im Rahmen dieses Round Tables das vergangene Jahr und einige der Herausforderungen reflektiert, mit denen die Gesellschaft 2020 plötzlich konfrontiert wurde. Insbesondere die COVID-19-Krise und ihre Auswirkungen auf Lehre, Forschung und Karriereentwicklung der Universitätsgemeinschaft sowie die damit verbundene Digitalisierung wurden diskutiert. Die Teilnehmer galten dabei als Experten der Hochschule. Ziel des Round Tables war es die Ideen und Erfahrungen in zukünftige Entscheidungen der JGU einfließen lassen zu können. Die Veranstaltung fand Online und in Kooperation mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) statt.
Diskussion zum Thema „Strategic and conceptional development lines of digital academic teaching“ (16.11.2020)
Unter dem Eindruck der aktuellen Lage, der Corona-Pandemie, und vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus dem Sommersemester 2020 hat sich dieser Round Table mit dem Thema Digitale Lehre auseinandergesetzt und verschiedene Perspektiven aufgeworfen, wie die langfristige Ausrichtung sein wird sowie einzuschätzen ist. Dazu haben zwei Gastredner landes- und universitätsweite Perspektiven in interessanten Impulsvorträgen beleuchtet: Dr. Konrad Faber, Geschäftsführer des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) und Dominik Schuh, Mitglied im Team des Vizepräsidenten für Studium und Lehre der JGU. Der Round Table fand Online statt.
Diskussion zum Thema „Communicating Science“ (15.06.2020) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Jun.-Prof. Dr. Verena Brinks (Associate Fellow der Gutenberg Akademie) hielt einen Vortrag über die Kommunikation von Experten in Krisensituationen. Prof. Dr. Matthias Schott (Mitglied des Gutenberg Forschungskollegs) gab Auskunft über die Möglichkeiten der Kommunikation von Forschung außerhalb des universitären Alltags (z.B. Videos, Kneipe etc.). Darauf folgte eine offene Diskussion im Plenum, die unter anderem das aktuelle Beispiel von Herrn Prof. Dr. Christian Drosten und seiner Wissenschaftskommunikation beinhaltete.
Diskussion zum Thema „German (Ways to a) Professorship in Transition“ (16.12.2019) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK)
Prof. Dr. Susanne Foitzik (Mitglied des GNK und Vizedekanin des Instituts für Organismische und Molekulare Evolution) gab eine Einführung in das Thema. Dr. Stefanie Rehm (Mitglied des Präsidialbereichs, zuständig für Berufungen und Tenure-Track) gab zudem Auskunft zu dem Tenure-Track-Verfahren an der JGU. Anschließend haben die Teilnehmenden, verschiedene Aspekte des Wegs zur deutschen Professur in kleinen „World Café“ -Diskussionsgruppen diskutiert. Darauf folgte eine offene Diskussion im Plenum.
Diskussion zum Thema „Scientists4Future – Pflicht zur Positionierung? Perspektiven aus Wissenschaft und Politik“ (18.11.2019)
Interessante Impulsvorträge wurden von Volkmar Wirth, Institut für Physik der Atmosphäre der JGU Mainz, und Katrin Eder, Dezernat für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr in Mainz, gegeben. Die großen Fragen des Abends waren: Wie können, müssen und dürfen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dieser Bewegung positionieren? Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Anerkennung des Klimawandels beitragen? Welche Herausforderungen stellen sich der Politik?
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Diskussion zum Thema „Ethik in der Forschung“ (17.06.2019) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Die Impulsvorträge wurden von Prof. Dr. Norbert W. Paul, Professor für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der JGU und Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees der Universitätsmedizin Mainz, sowie von Dr. Stefan Berti, Außerplanmäßiger Professor in der Abteilung Klinische Psychologie und Neuropsychologie und Vorsitzender der Ethikkommission des Psychologischen Instituts an der JGU, gehalten. Die Moderation hat Eva Ellen Wagner, Akademische Rätin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Kommunikationsrecht und Recht der Neuen Medien an der JGU und Netzwerkbeauftragte des Gutenberg Forschungskollegs übernommen.
Diskussion zum Thema „Akademische Karrierewege nach der Promotion“ (10.12.2018) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK)
Der Impulsvortrag wurde in diesem Jahr von Herr Prof. Dr. Martin Winter, Leiter Zentrum des Netzwerkes der Musikhochschulen für Qualitätsmanagement und Lehrentwicklung (zuvor von 2007-2014: Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), gehalten. Einleitung in das Thema übernahm unsere Juniorsprecherin Frau Katharina Kunißen.
Die gegebenen Impulse des Redners und der Rednerin sowie die Diskussion widmeten sich verschiedenen Qualifikationswegen (Juniorprofessur, Nachwuchsgruppenleitung, Habilitation) im Fächervergleich. Neben allgemeinen Informationen zur Verbreitung der Karrierewege wurden auch subjektive Perspektiven von Betroffenen thematisiert.
Diskussion zum Thema „Internationalisierung der Lehre“ (19.11.2018) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK)
Die Impulsvorträge wurden gegeben von Herrn Dr. Markus Häfner (Leiter er Abteilung Internationales der JGU) und Frau Dr. Pia Nordblom (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Seminars der JGU). Herr Professor Dr. Philipp Harms (Sprecher der Gutenberg Akademie) hat die Diskussion geleitet. Die Diskussion im Plenum ermöglichte einen weiteren Austausch der Erfahrungen, Perspektiven und der Bedeutung von ‚Internationalisierung‘ an der Universität Mainz.
Diskussion zum Thema „Wie verändert Big Data die Wissenschaft?“ (18.06.2018) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Die Impulsvorträge wurden gegeben von Herrn Professor Dr. Stefan Kramer (Professor für Informatik) und Herrn Dr. Sascha Dickel (Juniorprofessor am Institut für Soziologie; Bereich: Mediensoziologie). Herr Professor Thomas Hieke (Professor für Altes Testament an der Kath. Theologischen Fakultät; Direktor des GFK ) hat die Diskussion geleitet, wobei insbesondere Fragen zu Chancen und Folgen der Big Data die Diskussion anregten.
Diskussion zum Thema „Wissenschaft 2.0: Chancen und Herausforderungen des Open Access Modells“ (28.05.2018)
Interessante Impulsvorträge wurden von Marko Knepper (Digitale Bibliotheksdienste, JGU) und Prof. Ulrich Pöschl (MPI Chemie Mainz, Initiator und co-chair of global open access initiative OA2020) gegeben. Die großen Fragen des Abends waren: Wie kann gewährleistet werden, dass es freien Zugang zu Wissen gibt, ohne dass die Qualität der Publikationen sinkt und die Kosten steigen? Und welche Potenziale hat das Publizieren mit Open Access für verschiedene Fachdisziplinen?
Diskussion zum Thema „Begutachtung von Publikationen“ (10.07.2017)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Zwei Impulsvorträge der Professoren Stefan Hirschauer (Institut für Soziologie) und Hartmut Wittig (Institut für Kernphysik) gaben einen interessanten Einblick in die fachspezifischen Unterschiede im Prozess der Begutachtung von Publikationen. Die nachfolgende Diskussion im Plenum ermöglichte einen weiteren Austausch der Erfahrungen mit diesem bedeutsamen Aspekt der wissenschaftlichen Arbeit.
Diskussion zum Thema „Forschungstransfer und Wissenschaftskommunikation“ (19.06.2017)
Dieser Round-Table hat sich mit folgenden Fragen beschäftigt: Wie schaffen komplexe Forschungstheorien und -ergebnisse den Sprung vom Hörsaal in den öffentlichen Diskurs, vom wissenschaftlichen Journal in die Tageszeitung, vom Katheder in die Kolumne? Welche Themen der Natur- und Geisteswissenschaften sind über die Campusgrenzen hinaus von Belang? Wer bestimmt die Grenzen der Relevanz: die öffentliche Meinung, die Universität, die Medien? Wie gehen wir mit dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach einfachen Lösungen um? Ist die breite Öffentlichkeit nur noch auf Post-Fakten ansprechbar? Welche Formen und Medien sind für die Vermittlung und Aufbereitung von wissenschaftlichen Inhalten geeignet? Und: wie stellen sich die Probleme der Wissenschaftskommunikation aus Sicht der Medien, wie aus Sicht der forschenden Einrichtungen selbst dar? Herr Dr. Manfred Lindinger (Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Ressort Natur und Wissenschaft) und Herr Dr. Patrick Schollmeyer (Kurator der Schule des Sehens der JGU) wurden hierzu eingeladen, um diese Fragen in der Runde zu diskutieren.
Diskussion zum Thema „Interdisziplinarität- Chancen und Herausforderungen“ (18.07.2016)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Dieser Round-Table hat sich der Frage nach Interdisziplinarität gewidmet: Wie kann interdisziplinäre Forschung funktionieren, was sind die Risiken und Nebenwirkungen und wie harmoniert sie mit der jeweiligen scientific community? Im Rahmen von drei Impulsvorträgen und einer Plenumsdiskussion konnten spezifische Projekte vorgestellt und diese Fragestellungen erläutert werden.
Diskussion zum Thema „Akademisierung der Gesellschaft? Folgen steigender Studierendenzahlen“ (20.06.2016)
Zwei Impulsvorträge wurden zu dieser Veranstaltung gegeben: Zum Einen, von Frau Dr. Kerstin Burck (Leiterin der Abteilung Planung und Controlling der JGU Mainz) und zum Anderen, von Herrn Prof. Dr. Tanjev Schultz (Professor am Journalistischen Seminar der JGU und langjähriger Redakteur der Süddeutschen Zeitung sowie Mitherausgeber des Sammelbandes „Die Akademiker-Gesellschaft. Müssen in Zukunft alle studieren?“). Fragen wie: Lässt sich der Trend zur „Akademiker-Gesellschaft“ überhaupt empirisch nachweisen? Welche Herausforderungen ergeben sich aus den steigenden Studierendenzahlen für die Hochschulen? Welche arbeitsmarktpolitischen Konsequenzen hat ein Anstieg der Hochschulabsolventen? Was bedeutet diese Entwicklung für die Ausbildungsberufe? Welche Chancen bietet eine Akademisierung für die Gesellschaft?, standen bei diesem Round Table zur Diskussion.
Diskussion zum Thema „Internationale Wissenschaftskarrieren“ (20.06.2015)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Die Veranstaltung widmete sich dem Thema der Internationalen Wissenschaftskarrieren. Dazu wurden zunächst drei exemplarische Biografien von Wissenschaftler/innen vorgetragen, die Teile ihrer Karriere im Ausland verbracht haben. Danach fand eine Diskussion im Plenum statt.
Podiumsgespräch zum Thema „Drittmittelforschung: Wie frei ist man in der Forschung?“ (21.07.2014) – in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
In den vergangenen Jahren hat Drittmittelforschung an Bedeutung für die Finanzierung der Hochschulen gewonnen. Dadurch erschließen sich neue Möglichkeiten für hochqualifizierte Forschung, andererseits äußern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Kritik an der Einschränkung von Forschungsinhalten. Bei dem gemeinsamen Round Table ging es zum einen um die veränderte Rolle der Drittmittel für die Arbeit der Hochschulen und (mögliche) Konsequenzen für die Freiheit der Forschung und zum anderen um die Frage der direkten oder indirekten Beeinflussung durch Drittmittelgeber. Im Podium wurden u.a. folgende Themen aufgegriffen: Auswirkungen auf die Auswahl der Forschungsthemen, Betrachtung der Drittmittel und ihrer Einwerbung als Bewertungsmaßstab für wissenschaftliche Leistungsfähigkeit, gerade bei jungen Nachwuchsforscherinnen und -forschern sowie als Kriterium für die leistungsorientierte Mittelvergabe. Ebenfalls wurde die Forderung nach Transparenz über Drittmittelforschung an den öffentlichen Hochschulen kritisch diskutiert.
Diskussionsrunde zum Thema „Kompetenzprofile von Forschenden“ (17.06.2013)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Die Kooperationsveranstaltung widmete sich den Fragen, welche Kompetenzen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – vor allem gegen Ende und nach der Promotionsphase – erwartet werden und
welche Karrieremöglichkeiten sich nach der Promotion bieten. Dazu gab es zwei Impulsvorträge sowie eine Diskussion im Plenum.
Diskussionsrunde zum Thema „Gute Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten“ (19.11.2012)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK)
Die Veranstaltung befasste sich mit dem Thema der Lehre an Hochschulen unter dem Aspekt der Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten. Inhalt der gemeinsamen Veranstaltung war ein Erfahrungsaustausch, bei dem unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen sollten, um das Thema der Betreuung in mehrfacher Hinsicht bzw. auf mehreren Ebenen zu diskutieren. Ziel der Kooperationsveranstaltung war es, einen fächer- und statusgruppenübergreifenden Diskurs anzuregen, dessen Ergebnisse in eine Handlungsempfehlung münden sollten.
Podiumsgespräch zum Thema „Gute wissenschaftliche Praxis“ (16.01.2012)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Das Gutenberg Forschungskolleg und die Gutenberg Akademie für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Johannes Gutenberg-Universität kamen zusammen, um in einem Podiumsgespräch zentrale Aspekte guter wissenschaftlicher Arbeit einerseits und wissenschaftliches Fehlverhalten andererseits zu kontrastieren. Wissenschaftliches Fehlverhalten wurde nicht nur unter dem Aspekt der Verletzung der Regeln guten wissenschaftlichen Arbeitens und deren Sanktionsmöglichkeiten thematisiert; ebenfalls fand eine Auseinandersetzung über eine adäquate Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie damit einhergehend eine kritische Diskussion der Vor- und Nachteile verschiedener Formen der Doktorand/innenausbildung statt. Im Zuge dessen wurden auch zentrale Fragen der Bedeutung des Werts eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit in verschiedenen Fachkulturen und Kulturkreisen angegangen sowie schlussendlich weiter gefasste Fragestellungen über Urheberschaft und geistiges Eigentum berührt.
Vortrag zum Thema „Glück in wissenschaftliche Karrieren“ (16.05.2011)
– in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK)
Die Veranstaltung widmete sich dem Glück in wissenschaftlichen Karrieren. Einen Einstieg in das Thema gab es durch kurze Vorträge folgender Referenten: Univ.-Prof. Dr. Jürgen Falter, Univ.-Prof. Dr. Walter Bisang, Dr. Tobias Preis und Tobias Boll.
Das Gutenberg Academy Fellows Program ist Teil der Arbeitsgruppe Junge Wissenschaft, die aus einer Initiative zwischen den verschiedenen Einrichtungen der Wissenschaftsallianz Mainz im Jahr 2022 hervorgegangen ist. Die AG hat es sich zum Ziel gesetzt, Forschende in frühen Karrierephasen am Standort Mainz und Umgebung miteinander zu vernetzen und ihre Forschung sichtbarer zu machen. Darüber hinaus möchte sie einen Austausch zwischen den Forschenden und der Gesellschaft herstellen, Denkanstöße geben und Anregungen empfangen, was für eine erfolgreiche Wissenschaft essentiell ist. So finden einmal jährlich Veranstaltungen zu verschiedenen Themen statt, zu der auch die Öffentlichkeit geladen wird, die den Austausch unter den Nachwuchswissenschaftler:innen aller Fachgebiete sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern beflügeln sollen, beispielsweise fand in 2023 eine Fishbowl-Diskussion zum Thema „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ und 2024 ein Science-Slam statt.
Das Gutenberg Academy Fellows Program | GAFP sucht exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler. An der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) werden jährlich ca. 650 Personen promoviert. Das GAFP ist auf 25 Junior Fellows begrenzt, das heißt nur die besten 4-5% der Promovierenden sollen für das GAFP gewonnen werden. Die Betreuerinnen und Betreuer werden gebeten, nur absolut herausragende Doktorandinnen und Doktoranden bzw. Künstlerinnen und Künstler zu nominieren. Ein Wunsch des GAFP ist es, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat zum Zeitpunkt der Aufnahme die maximal zweijährige Mitgliedsdauer voll in Anspruch nehmen kann. Die Einreichung der Nominierungsunterlagen erfolgt jeweils im Wintersemester, die offizielle Aufnahme neuer Junior Fellows zu Beginn eines Sommersemesters, daher vergehen zwischen Nominierung und Aufnahme ca. 6 Monate. Das wissenschaftliche Vorankommen sollte hinreichend demonstriert sein. Ebenso können Künstlerinnen und Künstler nominiert werden, die ihre herausragende Qualifikation bereits nachweisen konnten. Nominierungen können durch die Betreuerinnen und Betreuer von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern sowie jungen Künstlerinnen und Künstlern vorgenommen werden. Der/die nominierte Doktorand:in/Künstler:in muss an der JGU als Promovierende:r registriert (idealerweise immatrikuliert) sein.
Einzureichende Unterlagen
Die Unterlagen bitte im PDF Format als drei separate Dokumente in einer E-Mail einreichen, welche sich aus dem Gutachten, dem Lebenslauf und dem Exposé zusammensetzen. Einreichung ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch möglich.
1) Ein aussagekräftiges Gutachten
Betreuerinnen und Betreuer reichen zur Nominierung ein Gutachten ein, in dem sie die wissenschaftliche bzw. die künstlerische Arbeit der Kandidatin bzw. des Kandidaten umfassend würdigen und einschätzen. Der bisherige wissenschaftliche oder künstlerische Werdegang sollte aufgezeigt werden. Auf folgende Aspekte wird bei der Auswahl der Kandidatinnen bzw. Kandidaten insbesondere Wert gelegt:
- Originalität des Exposés,
- Eigenständigkeit der Kandidatin bzw. des Kandidaten,
- Originalität der Forschungsthematik,
- sprachliche und analytische Brillianz sowie
- die Positionierung in der Scientific Community
Für junge Künstlerinnen und Künstler sind die Erwähnung von öffentlichen Auftritten, Ausstellungen und Preisen bei Wettbewerben von Bedeutung. Abschließend ist ein Ausblick in die wissenschaftliche oder künstlerische Karriere der Kandidatin bzw. des Kandidaten erwünscht. Andere hervorzuhebende Aspekte aus sozialen und kulturellen Bereichen können genannt werden. Die aktive Mitwirkung zur Ausgestaltung des GAFP-Lebens durch die Kandidatinnen bzw. Kandidaten ist ausdrücklich gewünscht.
2) Lebenslauf der Kandidatin bzw. des Kandidaten
Ein von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten verfasster tabellarischer Lebenslauf (inkl. Angabe der Kontaktdaten) sollte dem Gutachten beigelegt werden.
3) Exposé des Dissertationsthemas
Ein von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten verfasstes maximal dreiseitiges Exposé (zuzüglich Literaturverzeichnis) sollte dem Gutachten beigelegt werden. Bei der Formulierung des Exposés ist sowohl auf allgemeine Verständlichkeit als auch auf wissenschaftliche Belegung der Arbeit zu achten.
Auswahlgespräch
Eine Gruppe bestehend aus Senior- und Junior Fellows sowie der Geschäftsstelle führt mit den Bewerberinnen und Bewerbern ein Auswahlgespräch. Der Termin sowie das Format des Auswahlgesprächs wird den Nominierten von der Geschäftsstelle per E-Mail mitgeteilt (i.d.R. im November). Ein positives Ergebnis im Gespräch führt zu einer Empfehlung der Auswahlgruppe an die anderen GAFP-Mitglieder. Alle Mitglieder entscheiden dann gemeinsam über die Aufnahme der Bewerberin bzw. des Bewerbers. Nach Aufnahme stellt sich das Junior Fellow dem GAFP mit einem wissenschaftlichen Vortrag vor, dieser kann auf Deutsch oder Englisch gehalten werden. Die Mitgliedschaft der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie der Künstlerinnen und Künstler als Junior Fellows in das GAFP ist auf zwei Jahre begrenzt und endet spätestens mit Abschluss der Promotion (Disputation, Rigorosum). Die Aufnahme erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Sommersemesters.
Einreichung per E-Mail an gafp@uni-mainz.de.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Jakob-Welder-Weg 20
Philosophicum 2, Raum 00-309
55128 Mainz
Telefon: +49 6131 39 27205
E-Mail: gafp@uni-mainz.de